
Der HGG - Heimat und Geschichtsverein Gonsenheim bringt seit 1993 jährlich ein Jahrbuch zur Gonsenheimer Geschichte heraus. Aktuell ist der 11. Band (2003) Alle Bände (Ausnahme Band 1998 ist vergriffen) sind noch erhältlich und können bei der Ortsverwaltung, im Heimatmuseum oder beim HGG erworben werden. An dieser Stelle finden Sie die Inhaltsverzeichnisse aller Bände.
Die Preise sind sehr moderat: Band 1 bis 3 kosten jeweils 6 Euro, für Band 4 bis 9werden 8 Euro berechnet, ab 2002 10 Euro. Die Zahlung erfolgt nach Erhalt der Rechnung per Vorauskasse (Überweisung). zzgl. Versandkosten, welche 2 Euro bei Einzelexemplaren betragen. Bei mehreren Bänden richten sich die Versandkosten nach dem Versandgewicht und sind in der Rechnung ausgewiesen.
Bestellungen richten Sie bitte an den HGG direkt, Infos dazu unter www.hgg-gonsenheim.de
Der Gonsenheimer Heimat- und Geschichtsvereins feiert die Herausgabe seines 10. Gonsenheimer Jahrbuchs (GJ). In den zurückliegenden neun Jahrbüchern sind 1136 Seiten mit Beiträgen und Bildern zu Gonsenheims Geschichte und Gegenwart erschienen. Mit diesem Jubiläumsband werden es fast 1300 Seiten sein. Auch dieses Mal denken wir, für Sie als Leser interessante Themen aus der Entwicklung unseres Wohnortes aufgearbeitet zu haben.
Frau Dr. Anita Herz hat bei ihren Recherchen zum Lochner-Hof (GJ 7), der Friedrichstraße (GJ 8) und jetzt der Heidesheimer Straße wertvolle Informationen über die Häuser und ihre Bewohner gesammelt und ausgewertet.
Frau Dr. Schutt-Kehm hielt bei der Eröffnung der von ihr betreuten Sophie-Grosch-Ausstellung in unserem Museum einen Vortrag über die Gonsenheimer Künstlerin, der ergänzt wurde durch Pfr. Dr. Schotts Studie über das Leben der Familie Grosch in ihrem prächtigen Haus in der Eleonorenstraße, dem heutigen evangelischen Pfarrhaus.
Prof. Imiela verdanken wir eine Betrachtung der Bilder der sehr lebendigen Gonsenheimer Künstlerin Uschi Presser-Saelzler zu ihrem 70. Geburtstag.
Günter Enderle schreibt einen Bericht über die Gonsenheimer Jahre (1918-1934) der Gewürzmühle Moguntia, einst im Besitz seiner Familie.
Hermann Wohn illustriert unser Jahrbuch dieses Mal mit Bildern von ehemaligen Gärtnereien. Zur 100-Jahrfeier unserer evangelischen Kirche habe ich ein historisches Spiel geschrieben, dessen Aufführung bei den Zuschauern und in der Presse viel Lob erfahren hat, wie überhaupt in den letzten Jahren solche szenischen Darstellungen zur Gonsenheimer Geschichte den lesenden Spielern und dem Publikum viel Freude bereitet haben. Weil Hitlers "Machtergreifung" sich zum 70. Mal jährte und in den Medien entsprechend von allen Seiten beleuchtet wurde, habe ich die Ereignisse des Jahres 1933 in Gonsenheim untersucht.
Volker Schreiber dokumentiert die aktuellen Ereignisse des Jahres 2002. Sie sehen, die Entwicklung unseres Wohnorts zum schönsten Vorort von Mainz ist sehr vielfältig gewesen und lässt sich auch vielfältig darstellen. Gedankt sei allen, die ihre Aufsätze zum Druck zur Verfügung gestellt haben.
Danken möchte ich Volker Schreiber für das Layout und die technische Umsetzung, Dr. Peter Bächstädt, Franzjosef Hauser, Leopold Zirlik und meiner Frau Dagmar für das Korrekturlesen. Wir hoffen, dass Ihnen auch unser Jubiläumsband gefällt. Wenn dies der Fall sein sollte bzw. ist, werden Sie Mitglied in unserem Geschichtsverein, wenn Sie es nicht ohnehin schon sind. Besuchen Sie unser Museum (Sonntags von 10 Uhr -12.30 Uhr und nach den Veranstaltungen) und kommen Sie zu unseren Vorträgen in den Barocksaal des Gonsenheimer Renaissance-Rathauses.Inzwischen ist auch ein Förderverein zur Finanzierung unseres Museums gegründet worden.
Werden Sie auch Mitglied und ermöglichen den Erhalt. Dr. Hermann-Dieter Müller (1. Vorsitzender und Schriftleiter)
Allgemeine Zeitung Mainz vom 24.11.2004
jl. GONSENHEIM Der Heimat- und Geschichtsverein hat sein elftes Jahrbuch herausgegeben. Es enthält nicht nur "Wichtiges, Interessantes und Amüsantes" aus dem großen Außenbezirk samt Ereignissen, über die dort im Jahr 2003 besonders erzählt und diskutiert wurde. Das 144 Seiten umfassende, reich bebilderte Buch macht auf originelle Art auch mit 360 Gonsenheimer Sprachausdrücken und Ausdrucksweisen bekannt, die der langjährige Turngemeinde-Vorsitzende Walter Becker zusammengetragen hat. So können Neubürger und "Messfremde" lernen und erfahren, was mit "bedubbe", einem "Reissdeiwel" und einem "Dremmel", mit "gebloddschd" und "iwwerkandiddelt" oder einem "Pluggskarrn" gemeint ist. Im Jahrbuch festgehalten sind vor allem aber historische Ereignisse, die auch Gegenstand der regelmäßigen Vortragsabende des Vereins im Rathaus waren. Die Entwicklung des einst Großherzoglichen Dorfes, der Rückblick auf einstige große und bekannte Betriebe, Erinnerungen an frühere Gastwirtschaften und an die Fliegerei auf dem Grossen Sand sind trefflich dargestellt. Selbstverständlich spielt auch das kürzlich von der Rathaus-Nachbarschaft in die Budenheimer Strasse umgezogene Heimatmuseum im Buch eine Rolle.
Vor fünf Jahren hat uns ein Sponsor die Miete für ein Museum garantiert und uns dadurch in die Lage versetzt, aus den gesammelten Beständen und den Leihgaben und Geschenken unserer Mitglieder und Freunde das "Museum Gonsenheim" aufzubauen. Seit Januar 2000 war unser Domizil das Geburtshaus Maler Beckers, die ehemaligen Gaststätte "Zum Goldenen Stern", in der sich die Revolutionäre von 1848/49 trafen. Dieses historische Gebäude mitten im Ortszentrum war wie geschaffen für unsere Ausstellungen. Nach den Vorträgen im Barocksaal des Renaissance-Rathauses brauchten wir nur über die Straße zu gehen, um unsere "Schätze" zu präsentieren.
Wir danken unserem Sponsor und allen Leihgebern, die uns die finanzielle Möglichkeit geschaffen und Ausstellungsstücke gegeben haben, um Gonsenheimer Geschichte gegenständlich darzustellen. Wir danken allen Mitarbeitern und Helfern von Vorstand, Beirat und dem gesamten Verein, die viele Stunden aufgebracht haben, um die Sammlung aufzubauen, zu präsentieren und durch sie zu führen. Wir werden gerne an unser Museum im "Goldenen Stern" zurückdenken. Mit Hilfe des Fördervereins müssen wir von nun an die Miete aus den Beiträgen selbst finanzieren. Obwohl wir bisher schon aus Platzmangel nicht alle Exponate zeigen und weitere Erklärungstafeln nicht aufstellen konnten, müssen wir jetzt mit noch weniger Raum, aber zu einem günstigeren Preis, auskommen.
Wir hoffen dadurch, das Museum langfristig halten zu können. Doch von nun an sind unsere Sammlungen weiterhin in einem Haus im alten Ortskern untergebracht, wenn auch am Rande, gegenüber der Gastwirtschaft "Zur Port", benannt nach der "Finther Pforte", einem Torhaus, das am Anfang des 20. Jahrhunderts als ein Verkehrshindernis abgerissen wurde, von dem aus zuvor Jahrhunderte lang die Straße aus dem Nachbarort überwacht worden ist, um Eindringlingen den Weg in das Dorf zu versperren. Vorstand und Beirat und viele spontan hilfsbereite Mitglieder und Freunde haben sich wieder viel Mühe gegeben, die neuen Räume herzurichten, Exponate einzupacken und sie mit dem Mobiliar zu transportieren und die Ausstellung an neuer Stätte aufzubauen. Allen Mitarbeitern sei herzlich dafür gedankt.
Wir sind sicher, wir werden auch in Zukunft die Entwicklung des einstigen Bauerndorfes zum schönsten Vorort von Mainz plastisch darstellen können: Keramik von der Vorzeit bis heute, Bronzeschmuck der ersten Gonsenheimerinnen, römische Ziegelsteine, schriftliche Dokumente, Waffen der ersten Franken, Feld- und Arbeitsgeräte der einheimischen Bauern und Handwerker, dazu Werke Gonsenheimer Künstler, eine fertig eingerichtete Küche von einst, Fastnachtsorden, Ansichtspostkarten, Karten, Pläne, Luftbilder usw. Gonsenheimer Geschichte - eine jahrtausend alte Erfolgsgeschichte. Trotz des zeitraubenden Umzugs ist das Jahrbuch 11 entstanden mit einer Reihe von - wie wir hoffen - interessanten Artikeln zur Gonsenheimer Geschichte und Gegenwart. Der ehemalige Stadtarchivdirektor Schütz berichtet über Gonsenheim zu Anfang des 19. Jahrhunderts unter neuer hessischer Herrschaft, Manfred Penning betreut schon zum zweiten Mal eine Ausstellung zu Gonsenheims Fliegerei, dieses Mal hat er die Autobiographie des Goedecker-Fluglehrers Anslinger aufgearbeitet, Pfarrer i.R. Dr. Schott schildert die erfolglosen Bemühungen des Gonsenheimer Rechtsanwalts Dr. Jung, einen jungen Soldaten vor einem NS-Unrechtsurteil und damit der Exekution in Gonsenheims Schießständen zu retten, Heinz Borgmann berichtet über die ehemalige Kleiderfabrik Simon, die er als Geschäftsführer und Schwiegersohn des Inhabers gut kannte, und der ehemalige Vorsitzende der Turngemeinde Walter Becker hat Gonsenheimer Ausdrücke zusammengestellt.
Wir freuen uns, geschätzter Leser, wenn Sie weitere Gonsenheimer Mundartwörter und ihre Erklärungen aufschreiben und uns zusenden. Wir werden Sie gerne im nächsten Jahrbuch veröffentlichen. Volker Schreiber hat die aktuellen Ereignisse in unserem Ort protokolliert; Lokalpolitik, Wirtschaft und Vereine spielen die Hauptrolle. Ich habe mich dieses Mal mit den Versuchen der Gonsenheimer Lokalpolitiker zu Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigt, durch Wasser- (1900) und Gaswerke (1904) auch bei der Energieversorgung eigenständig zu bleiben. Die 75-Jahrfeier des Reit- und Fahrvereins hat mich dazu gebracht, Informationen zum Leben der Pferde in Gonsenheim zu sammeln. Gedankt sei allen, die Ihre Aufsätze zur Verfügung gestellt haben. Danken möchte ich allen, die Korrektur gelesen haben, und Volker Schreiber für das Layout und die technische Umsetzung. Wir danken der VR-Bank Mainz und der Mainzer Volksbank für Spenden zur Neueinrichtung des Museums und zum Druck des Jahrbuchs.