1729

Bau der ersten 14-Nothelfer-Kapelle (1795 von den Franzosen in Brand gesteckt; 1816 wieder aufgebaut; 1892 baufällig; 1894 - 1895 heutige Kapelle erbaut; Renovierung 1974)

1779

Anbau an das Rathaus, der als Schulbau diente.

1795

... sind im Zuge der Revolutionskriege 7.000 französische Soldaten in Gonsenheim einquartiert. Die Pfarrkirche wird in ein "Backhaus mit 10 Öfen" umfunktioniert.

1798

2. Einmarsch der Franzosen; Einführung des franz. Zivilrechtes ("Standesamt", CODE NAPOLEON); Gonsenheims "französische Zeit" dauert bis 1814.


1804

30. September: Napoleon hielt in der Gonsenheimer Gemarkung ein prachtvolles,
5-stündiges Manöver ab, zu dem auch
Josephine in einem achtspännigen Wagen angereist war.
Die Gonsenhiemer waren so beeindruckt, daß sie einen Napoleonverein gründeten.

Von etwa 40 jungen eingezogenen Gonsenheimer fielen 11 auf Europas Schlachtfeldern als Soldaten Napoleons.

Ihnen wurde 1830 der Napoleonstein in der "Pfarrer-Grimm-Anlage" gewidmet.







1815:

ca. 1.200 Einwohner

1816

Zu Beginn des Jahres wurden die Gonsenheimer Untertanen des Großherzogs von Hessen - eine Folge des Wiener Kongresses 1814/15 und der Gründung des Deutschen Bundes. Man durfte zu diesem Anlaß 14 Pfund Pulver verschießen und 15 Franken vertrinken.

1843:

ca. 2.200 Einwohner

1848

  • Im Gasthaus "Zum Goldenen Stern" sprachen die berühmten Helden Dr. Ludwig Bamberger und Dr. Zitz. Von hier aus zogen auch Gonsenheimer "Freiheitsmänner" zum Protest und Freiheitskampf.
  • Planierung der hinteren Grabenstraße, heute Engelstraße

1850

... entsprechende Querverbindungen folgen: Finther Straße, Viehtriebwege, Palmen, Untere Mombacher Straße


1850 - 1900

... entstanden 3 Fastnachtsvereine, 3 Gesangsvereine, 2 Turnvereine und die Freiwillige Feuerwehr gegründet von typischen Gonsenheimern im Geiste und mit den Idealen des 19. Jahrh.

1866

  • 8. Dezember Kirchturmbrand: die 3 Glocken (von 1573 - 1618) werden vernichtet
  • In diese Zeit fällt auch das Ende der Cholera-Epidemie(10% der Ein-wohner fallen ihr zum Opfer)

1870/71

... zogen 59 Gonsenheimer in den Krieg, der der Reichsgründung durch Bismarck vorausging. Den 5 Gefallenen wurde eine "Germania" am Ortseingang errichtet.


1871

Eröffnung der Ludwigsbahn (Mainz-Alzey)

1877

... stirbt Maler Ferdinand Becker mit 31 Jahren

1892

Eröffnung der Dampfbahn von Mainz über Gonsenheim nach Finthen

1895

Gonsenheim wird Garnisonsort (Feld-Artillerie-Regiment 27)

1899

Wasserleitung, Wasserwerk; 1900 in Betrieb

1903

Bau der evangelischen Kirche;
Einweihung am 15. Oktober


1904

Gasleitung, Gaslaternen, eigenes Gaswerk in Betrieb

1905:

ca. 4.880 Einwohner

1906

Am 30. September weiht der Mainzer Bischof Dr. Kirstein den erneut erweiterten "Rheinhessendom" ein, um den sich Pfarrer Grimm (Amtszeit 1864 - 1912) so verdient gemacht hat.

1907

Elektrische Straßenbahn im Anschluß an Mombacher Linie, am 15. Juni 1907 beginnt der planmäßige Betrieb auf der Teilstrecke nach Gonsenheim.


1910

Mitte Januar bezieht Baron Waldthausen sein Schloß, dessen Bau einige Gonsenheimer Unternehmen zum Florieren gebracht hat.

1909

Jakob Goedecker (1882-1957), Flugpionier, errichtet in Gonsenheim eine Flugzeugfabrik, Flugplatz und Flugzeughalle am Großen Sand

1910

Elektrisches Licht brennt zum ersten Mal.

1913

Letzte Kaiserparade am Großen Sand

1920:

ca. 6.200 Einwohner

1935

Eine Unwetterkatastrophe am 25. Mai überflutet die Klosterstraße und die Draiser Straße (heute: An der Oberbrücke)

1937

Fertigstellung der Kathenkaserne (nach dem Krieg amerikanische Lee-Barracks)

1938

Eingemeindung zu Mainz (aus militärpolitischen Gründen)


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